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Das Dorf Quinson liegt im Departement Alpes de Haute Provence. Es ist 20 km vom Lac Ste. Croix, einem der größten und schönsten Stauseen Europas, 5 km vom Esparron Stausee und 30 km von der bekannten Verdon-Schlucht entfernt. Die Küste ist etwa 70 km, der Flughafen Nizza 1,5 Autostunden entfernt. Die nächste Autobahn ist in 30 Minuten erreichbar (Brignoles oder St. Maximin). Quinson ist ein typischer provenzalischer Ort am Rande der unteren Verdon-Schluchten. Neben einigen wenigen Handwerkern betreibt man im wesentlichen Landwirtschaft und Weinanbau. Der Ort (ca. 300 Einwohner) hat eine alte Tradition, die bis in römische Zeit zurückreicht. Oberhalb von Quinson befinden sich eine römische Wehranlage und die Ruinen des ursprünglichen Quinson was erst 1419 aufgegeben werden durfte, als Yolande d’Aragon den Bewohnern dies gestattete. |
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Mitten im Ort führt ein Wanderweg zu dem Plateau hinauf, wo man die Relikte von eineinhalb Jahrtausenden bewundern kann. Der Name Quinson könnte sich von “Quintus”, einem römischen Adligen, ableiten, der Gründer der ersten römischen Befestigung gewesen sein soll. Eine weitere Hypothese vermutet, das der Name sich auf die ersten 5 römischen Familien, die hier siedelten (“quinque sunt” ... es sind fünf), bezieht. Der alte provenzalische Name lautet Quinsoun, was vielleicht etwas stärker für die letztere Variante spricht. Aber man kann hier noch weiter in die Vorgeschichte abtauchen: Es gilt als gesichert, daß die Verdonschlucht bei Quinson bereits vor 300.000 Jahren besiedelt war. In der Beaume Bonne – eine Halbhöhle in der Schlucht oberhalb der Staumauer – fand man bei Ausgrabungen mehr als 80.000 Artefakte, die von der Urzeit bis ins Mittelalter reichen. Die Funde sind derartig reichhaltig, das man beschlossen hat, in Quinson ein großes Prähistorisches Museum zu errichten. Eröffnung am 28. April 2001. Sonderausstellung mit einer Replik des “Ötzi”. Eintritt F 38,00. Tel. 04 92 74 09 59. www.museeprehistoire.com Jedenfalls findet jedes Jahr im Juli eine 3-tägige Veranstaltung zu verschiedenen Themen der Vorgeschichte statt. Hier kann man sich mit steinzeitlichen Techniken vertraut machen und die sonst dem gemeinen Volk versperrte Höhle “Baume Bonne” besichtigen. Nebenbei wird dann auch noch das Kraftwerk gezeigt, da die ganze Aktion von der EdF (staatliches Strommonopol) gesponsert wird. Im Ort gibt es einen kleinen, aber gut sortierten Lebensmittelladen, kleinere Restaurants, 1Hotel, 1 Pizzeria, Bars, Metzger und Bäcker. Im 25 km entfernte Riez findet mittwochs und samstags ein Markt statt, der im weiten Umkreis bekannt ist. Weitere Märkte und Einkaufsmöglichkeiten geben es in Aups. Aix-en-Provence, die heimliche Hauptstadt Frankreichs, ist in 30 - 40 Minuten mit dem Auto zu erreichen. Hier gibt es ein enormes kulturelles Angebot, täglich einen Markt und der Cours Mirabeau lädt zum Schoppen, Flanieren oder Verweilen ein. Eine Adresse für gute provenzalische Küche: Relais
Notre Dame Das Haus liegt zwar direkt an der Straße, aber man isst dort preiswert und gut. Die Menus beginnen bei 90 – 95 FF und das Spitzenmenu kostet 210 FF; was unter der Berücksichtigung das es eine Brouillade aux truffes enthält wirklich nicht zuviel ist. Der Rahmen ist absolut traditionell und gepflegt. Das Hotel verfügt über einen Pool und einen wunderschönen Garten. Man kann in der nächsten Umgebung Reiten, Angeln, Wandern und auf den nahe gelegenen Stauseen Segeln und Surfen. Kanus, Elektroboote und Canadier kann man am Strand mieten. Ideale Tour – völlig ungefährlich, nahezu stehendes Wasser – den Verdon hinab nach Esparron. Wer Anfänger ist und bei Strömung arge Bedenken hat ob er es auch zurück schafft, kann vorher bei der EdF anrufen und in Erfahrung bringen, wann Wasser abgelassen wird: 04.92.83.62.68 Die Strömung ist nie gefährlich – nur lästig. Gleiches gilt auch für den Wind, der bläst grundsätzlich immer von vorn und dreht in hinterhältiger Weise sobald man umkehren möchte. Das Kraftwerk von Quinson ist reversibel, tagsüber wird Strom produziert und nachts wird mit den gleichen Turbinen das Wasser in die Verdon-Schlucht zurückgepumpt, um die Energie am nächsten Tag wiederzugewinnen. Der Verdon fließt also hier manchmal rückwärts! Es gibt hier wunderbare Wanderwege, Tourenvorschläge bekommt man in der Bürgermeisterei gegen eine Schutzgebühr. Einer dieser Wege führt zeitweilig durch den ehemaligen Canal de Provence, der seinerzeit vom Vater Emile Zolas konstruiert wurde. Quelle: Einige Daten wurden der EdF Broschüre v. 18. 07.99 entnommen. |
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